Warschau ist eine Stadt mit vielen
Gesichtern. Wer sich für alte Gebäude und gepflasterte Fußgängerzone
interessiert ist in der Alt- bzw. Neustadt gut aufgehoben. Hier tummelt sich
der Warschau-Besucher. In jedem Reiseführer ausführlich beschrieben.

Touristenmagnet Zamkowy
Naturwissenschaftliche Geschichte
findet man im Marie-Curie-Familienhaus. Für ein paar Zloty wandelt man
auf dem alten Parkett der Nobelpreisträgerin.
Ein kleines Karikatur-Museum hat uns sehr gefallen. Es befindet sich in der
Alt-Stadt in der Dunaj Piwna, parallel zur alten Stadtmauer. Im
Herbst 2005 gab es dort eine Ausstellung von türkischen Zeichnern, die
sich mit der türkische Kultur und der Zuwendung zu Europa auseinandersetzten.
Lustige Bilder, die sich die konservativen Politiker in der Türkei, wie
auch den EU-Staaten einmal zu Herzen nehmen sollten.
Ein schöner Spaziergang ist die große Strasse Krakowski Przedmiesci
von dem Platz Zamkowy zum Präsidentenpalast. Vorbei an Hotel Bristol,
der Universität und Edelläden.

Prachtvoller Campus mit modernster Ausstattung
Geht man am Präsidentenpalast links vorbei kommt man zum Chopin-Haus,
in dem regelmässig Ausstellungen über dem Musiker stattfinden. Hier
gibt es auch Informationen über klassische Konzerte in der Stadt.
Warschau ist Stadt mit vielen Kinos. Ein besonders gutes Programm hat ein
Kino auf der Marszalkowska, südlich vom Platz Konstytucji. Fast alle
Filme werden im Original mit Untertitel gezeigt.
Das Kino im Kulturpalast hat eine tolles Ambiente, wenn es denn auch ein Multiplexkino
ist. Am Kulturpalast zeigt sich die Zeit der sozialistischen Architektur.
Interessant ist es einfach einmal die verschiedenen Flügel und Säale
anzuschauen.
Enttäuschend ist das ehemalige Warschauer Ghetto. Ein graues Viertel
mit hohen Sozialwohnungshäusern ist zu betrachten. Unsere Suche nach
dem ehemaligen Haus, in dem Janusz Korczak sein Kinderheim leitete, war vergebens.
Nur sehr wenige Gedenktafeln sind an den Häusern angebracht.

Plattenbau neben modernen Bürokomplexen
im ehem. Warschauer Ghetto
Ein Erlebnis ist der Russen-Markt
am Stadion. Dieses befindet sich auf der Ostseite der Weichsel, gleich nach
der der Most Poniatowskiego.
Alle Reiseführer warnen vor Taschendiebe. Tatsächlich ist es hier
sehr voll und eng. Angeboten werden Kleidung, Schuhe, Lebensmittel, Möbel.
Nicht alles ist wirklich billig. Gehandelt wird nicht sehr gerne, aber man
muss hartnackig sein.
Am besten man hat Bargeld schon vorher geholt. Die Geldautomaten vor dem Markteingang
waren am Wochenende beide leer.
Warschau ist eine Stadt in der man viel laufen kann, allerdings empfiehlt
es sich in die verschiedenen Stadteile mit der Strassenbahn zu fahren. Nicht
alles liegt wirklich eng beieinander.