Eins sei vorweg gesagt: Ein vielfältigen Eindruck kann Fuerteventura nicht bieten. Doch lernt man abseits der Touristenzentren ein karges und raues Land kennen, welches von einem eigenwilligen Insulanertemperament geprägt ist.
Unsere Fahrt beginnt in Corralejo und führt über den süd-westlichen Kreiselverkehr in Richtung La Oliva. Wer hier einen kleinen Rundgang unternehmen will, sei auf die dreischiffige Iglesia Nuestra Señora de Candelaria hingewiesen.
Die Weiterfahrt in Richtung Süden geht über die FV 10 Richtung Puerto del Rosario. Nach einigen Kilometern geht es rechts ab nach Tindaya. Hier ist der älteste Vulkan zu sehen. Der Montaña Tindaya erhebt sich 397 Meter über dem Meer. Um seinen Fuß haben sich weit verstreut Häuser angesiedelt. Der Geschichte nach, war der „Berg“ den Altkanaren heilig. In dem harten Gestein wurden Darstellungen von Füssen gefunden, die auf rituelle Handlungen hindeuten.
Leider ist der Aufstieg nicht mehr erlaubt.
Der Hauptstrasse folgend, biegt man kurz vor der Ortschaft La Matilla rechts ab auf die FV 207. Nach ungefähr sieben Kilometer erscheinen die ersten Häuser von Tefia.
Am Ortsanfang steht die schöne Ermita de San Augustin. 1713 errichtet, hat sie einen ungewöhnlich maurischen Stil. Nebenan geht es am Wochenende viel irdischer zu. In der kleinen Arena werden die kanarischen Ringkämpfe „lucha canaria“ ausgetragen.
Am Ortsausgang trifft man auf das Ecomuseo de la Alcogida. In einem Rundgang wird das alte Leben auf der Insel lebendig dargestellt.